Für eine offene und gastfreundliche Kirche
Unsere Aufgabe als Kirche ist es, Menschen auf ihren Lebensweg zu begleiten und ihnen die Nähe Gottes in ihrem Leben erfahrbar zu machen. Das geschieht besonders in der Feier des Gottesdienstes und in der Spendung der Sakramente.

Unsere Grundhaltung anderen Menschen gegenüber ist von der Menschenfreundlichkeit Gottes geprägt. Wir versuchen daher eine offene Kirche zu sein und die Freiheit und Würde des einzelnen zu achten.

Unsere Gemeinden wollen ein einladender Ort sein, in dem Gottesbegegnung möglich wird. Jeder einzelne soll in unserer Mitte seinen Glauben ohne Furcht und Angst entfalten können. Die Gemeinde soll ein Ort sei, der Geborgenheit schenkt und wo Heilung erfahren werden kann.

  • Aus diesen Gründen heißen wir jeden Menschen in unserer Mitte willkommen.
  • Ein Zeichen für diese Haltung ist, dass wir uns nicht berechtigt sehen, einen Getauften von der Gemeinschaft der Kommunion auszuschließen.
  • Wir verweigern die Taufe nicht, auch wenn die Eltern des Täuflings keiner Konfession angehören.
  • Das Begräbnis von Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, wird von altkatholischen Geistlichen begleitet, wenn uns die Angehörigen darum bitten.

Für die freie Entscheidung des Gewissen
Da am Beginn der altkatholischen Kirche die Gewissensentscheidung einzelner Christen steht, nehmen wir die Eigenverantwortung der Gläubigen für die Gestaltung ihres Lebens sehr ernst. Unsere Kirche will nicht bevormunden, sondern dem einzelnen helfen, zu Entscheidungen zu finden, die er oder sie vor Gott und den Mitmenschen verantworten kann.

Deshalb tritt die altkatholische Kirche gegen jede Form des Gewissenszwanges auf und befürwortet das Menschenrecht der Meinungs- und Religionsfreiheit.

Für ein engagiertes Christentum
Jeder Altkatholik hat die Aufgabe, seinen Glauben in seinem alltäglichem Umfeld zu leben und zu verwirklichen.

Dazu gehört der Einsatz für gesellschaftlich Benachteiligte genauso wie das Engagement für Notleidende. Die altkatholische Diakonie soll dabei eine Hilfe sein.

Es steht jedem/jeder frei, diesen Auftrag in welcher Partei oder Organisation auch immer umzusetzen.

Unsere Kirche will daher nicht parteipolitische Positionen beziehen, sondern ein Diskussion Forum der verschiedenen Meinungen und Weltanschauungen bieten.

Für einen verantwortlichen Umgang mit Sexualität und Partnerschaft
Die freie Entscheidung des Gewissens, für die die Altkatholische Kirche eintritt, gilt auch für den Intimbereich des Einzelnen. Sexualität ist für uns ein großes Geschenk Gottes, das in verantwortlicher Gemeinschaft zweier Menschen gelebt werden soll.

Scheitert eine solche Gemeinschaft und kommt es z.B. zu einer Ehescheidung, ist in der altkatholischen Kirche auch eine kirchliche Wiederverheiratung möglich. Gott schenkt uns immer die Chance eines Neuanfanges. Geschiedene Wiederverheiratete sind in unserer Kirche nicht von den Sakramenten ausgeschlossen.

Auch die Frage der Empfängnisverhütung bleibt der freien Gewissensentscheidung der Partner überlassen.

Das gottgewollte Menschenrecht der Ehe steht in unserer Kirche auch den Geistlichen zu. Sie sind daher nicht zum Zölibat verpflichtet.

Die Altkatholische Kirche Österreichs nimmt die gleichgeschlechtliche Liebe von Menschen als eine Gegebenheit in der Schöpfung zur Kenntnis. Niemand darf wegen seiner/ihrer erotischen Prägung in Bezug auf seine verantwortlich gewählte Lebensform diskriminiert werden. Die Synode der Altkatholischen Kirche Österreichs hält Segnungen von Haus- und Lebensgemeinschaften für möglich, die auf Dauer angelegt sind.

Das Sakrament der Ehe jedoch ist allein für die Verbindung von Mann und Frau möglich.

Für ein Miteinander von Mann und Frau
Frauen und Männer haben in unserer Kirche die gleichen Rechte und Pflichten. Viele Frauen entscheiden nicht nur als Laiinnen auf allen Ebenen mit.

Seit 1998 werden in der altkatholischen Kirche Österreichs auch Frauen zum Priesteramt geweiht

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